Berlin, 26. April 2010: Preisverleihung des 3. Roland Berger Preises für Menschenwürde
Bei einem Festakt im Konzerthaus Berlin wurde am 26. April Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl mit dem diesjährigen "Roland Berger Preis für Menschenwürde" geehrt.
Bundespräsident Horst Köhler überreichte Hessens Ministerpräsident Roland Koch den Preis - stellvertretend für den Preisträger Helmut Kohl, der aufgrund einer vor wenigen Wochen durchgeführten Gallenblasenoperation nicht anwesend wahr.
Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl ist der dritte Preisträger des jährlich mit einer Million Euro dotierten "Roland Berger Preises für Menschenwürde". Helmut Kohl erhält die Auszeichnung "für sein historisches politisches Lebenswerk, das seinen Höhepunkt gefunden hat in der Vertiefung der europäischen Integration und der Wiedervereinigung Deutschlands sowie in dessen Eingliederung in das vereinigte Europa und das westliche Bündnissystem. Helmut Kohl vollendete die deutsche Einheit, als sich die historische Chance dazu bot. Damit wurde für die fast 17 Millionen Bürger des ehemaligen Unrechtsstaates DDR ein Leben in Freiheit und Menschenwürde gemäß Artikel 1 des Grundgesetzes Wirklichkeit", begründet das Preisvergabekomitee der Roland Berger Stiftung seine Wahl.
Mit der Wahl Helmut Kohls als Preisträger 2010 würdigt die Roland Berger Stiftung dessen unermüdlichen Einsatz für die Einheit Deutschlands "Für Helmut Kohl war die deutsche Einheit nie Utopie", sagte der Gründer und Vorsitzende des Kuratorium der Roland Berger Stiftung Prof. Dr. h.c. Roland Berger in seinem Grußwort zur Preisverleihung. "Sie war ihm immer eine Lebensaufgabe.
Die Laudatio auf den Roland Berger - Preisträger hielt der ehemalige polnische Außenminister und amtierende außenpolitische Berater des polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk, Staatssekretär Wladyslaw Bartoszewski.
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Bundespräsident Horst Köhler bedankt sich beim Polnischen Staatssekretär Wladyslaw Bartoszewski für seine Laudatio.
Wladyslaw Bartoszewski sagte: "Es stimmt zwar, dass der politische und soziale Umbruch der Jahre 1989/90 als Folge des aufgestauten und aufbrausenden Freiheitswillens Mittel- und Osteuropäer ohnehin nicht mehr in Schranken zu halten wäre. Aber solche historische Augenblicke brauchen nicht nur den Willen der Massen, sondern auch die Vision der Einzelnen. Helmut Kohl gehörte zu solchen Visionären der europäischen Politik. Er war unter jenen, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und die Gunst der Stunde zu nutzen wussten. Nicht für alle war diese Vision damals selbstverständlich."
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Weitere Informationen:
www.rolandbergerstiftung.org
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