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"Leipzig, 18. April 1945" Das Missverständnis - Auf den Spuren von Robert Capa.
© Balázs Kicsiny
Temporäre Amnesie. Budapest 1965-1971
© Endre Kovács
Collegium Hungaricum Berlin
Dorotheenstraße 12
D-10117 Berlin-Mitte
Tel: +49.30.212 340-0)
Fax: +49.30.212 340-488
www.hungaricum.de
Balázs Kicsiny und Endre Kovács
11. März: Doppelvernissage
Endre Kovács: Temporäre Amnesie. Budapest 1965-1971
Balázs Kicsiny: "Leipzig, 18. April 1945" Das Missverständnis - Auf den Spuren von Robert Capa.
Eröffnung durch Thomas Friedrich (Monat der Fotografie / Berlin, Kurator)
Balázs Kicsiny ist einer der bedeutendsten Vertreter zeitgenössischer mittel-osteuropäischer Kunst, dessen Werk auch im internationalen Kontext auf große Resonanz stößt. Ausstellungsorte sind bspw. Biennale in Venedig, Museum of Foreign Art Riga, Museum of London sowie New York. Zurzeit ist Kicsiny Professor an der Ungarischen Akademie der Künste und leitet das Doktorandenprogramm.
Auf den Spuren von Robert Capa wird Balázs Kicsiny mit drei installativen Anordnungen und einem Film den Mechanismen und Vernetzungen der kollektiven Traumata in visionären Szenarien im und am CHB auf den Grund gehen.
Als zwanzigjähriger Fotograf verlässt Endre Kovács 1974 Ungarn – er dissidiert, wie man damals sagte, und lässt sich in der Schweiz nieder.
Eine Weltenwende - ganze zwanzig Jahre später - kehrt er in seine Heimat zurück. In der Wohnung seiner Eltern herumstöbernd, wird er auf eine Kiste aufmerksam, in der sich nicht entwickelte Negative verbergen. Er entwickelt die Filme; was zum Vorschein kommt, deutet auf die Expositionszeit in den 60-er und 70-er Jahren hin. Doch obwohl alle Anzeichen dafür sprechen, dass er selbst die Bilder geschossen hat, erinnert er sich an keines von ihnen.
Die Umstände und Zeitpunkte der Entstehung der Fotografien, die Absichten, die damit verbunden waren, sind von dichtem Nebel umwoben, der sich erst im Laufe der Jahre, in denen der Fotograf sich die Bilder seiner Jugend immer und immer wieder anschaut, klärt.
Endre Kovács' Fotografien sind Bilder mit einer besonderen Intensität, an denen die in der Kiste eingeschlossene Zeit in voller Stärke, nicht nur in den Motiven allein, sondern auch am konkreten Material, ihren Abdruck hinterließ. Wieder an die Oberfläche gelangt, strahlen sie heute mit der zurück gewonnenen Kraft der Erinnerung.
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