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Im schwerelosen Raum der Landschaft
Die ausgestellten Künstler, vorwiegend Maler und Malerinnen, sind nicht zufällig überwiegend in den 1960er und 70er Jahren geboren. Vielleicht ist diese Generation einer der letzten, welche die Natur noch in einem unmittelbaren Kontakt sehr intensiv erfahren hat und somit die Entfernung zwischen Mensch und seiner natürlichen Umwelt besonders eindrucksvoll zu thematisieren weiß. Die Verbindung von Landschaft oder Natur mit der eigenen Identität ist in ihren Werken emotional wie formalästhetisch wahrzunehmen. In den vorgestellten Arbeiten scheint die formale Einbettung des Motivs in die verschiedenen Bildgründe gänzlich hinfällig geworden zu sein: So erleben wir Landschaft als schwarze Fläche wie bei Gábor A. Nagy oder im hyperreal gemalten und doch in die Ferne entrückten Baummotiv von Tibor Iski Kocsis. Der die Bildgründe perspektivisch bündelnde Fluchtpunkt fehlt in der Bildordnung der hier vorgestellten Künstler. Er wird ganz bewusst zugunsten einer eigendynamischen, sich dem Raumkontinuum entziehenden Struktur aufgegeben. Der schwerelose Blick zum Himmel aus einer fragilen Wildnis heraus - wie bei Stepanek & Maslin - verweist darüber hinaus auf eine metaphysische Obdachlosigkeit, und das romantische Ideal der Verschmelzung mit der Natur gerät mehr und mehr zur Ausflucht in eine private Welt der Sehnsüchte. Eine desorientierende, einsame schwebende Erfahrung, genauso wie sie uns das Scheinwerferspiel in der Stadtlandschaft von Jan Ros suggeriert.
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Am 4. Mai um 20 Uhr: Vorträge zu Young European Landscape von Prof. Detlef Hoffmann und Peter
Hampel (Eintritt frei).
Eine Zusammenarbeit von .CHB und BSA - Berlin Selected Artists.
Kurator: Uwe Goldenstein
Co-Kuratorin: Veronika Baksa-Soós
Die Ausstellung findet im Rahmen der diesjährigen ungarischen EU-Ratspräsidentschaft statt.
Der Katalog zur Ausstellung ist für 10 EUR an der Rezeption erhältlich.
Vom 16.06. bis 06.08.2011 wird Young European Landscape in der Galerie Wolfsen in Aalborg/DK gezeigt.
Collegium Hungaricum Berlin
Dorotheenstraße 12
D-10117 Berlin-Mitte
Tel: +49.30.212 340-0)
Fax: +49.30.212 340-488
www.hungaricum.de
www.selected-artists.com
YOUNG EUROPEAN LANDSCAPE
Im schwerelosen Raum der Landschaft
05.03.-15.05.2011 täglich 10:00 bis 19:00 Uhr
Im schwerelosen Raum der Landschaft
Landscape beschreibt einen Versuch der Neudefinierung der Natur- und Landschaftswahrnehmung
anhand der europäischen Tradition der Landschaftsmalerei. Sie bietet das angemessene
formale Relationsgerüst, jenen ästhetischen Rückzugsort, der es ermöglicht, die Welt
aus genügender Distanz und auf wahrhaft menschliche Weise zu reflektieren. (U. G.)
vertreten: Gábor A. Nagy, Juan Béjar, Adam Bota, József Bullás, Szilárd Cseke, Konstantin
Déry, Fabian Faltin, Deenesh Ghyczy, Peter Hampel, René Holm, Chelushkin Kirill, Franziska
Klotz, Tibor Iski Kocsis, Adam Magyar, Svätopluk Mikyta, Alberto Petrò, Jan Ros, Jean Noël
Schramm, Mirjam Siefert, Stepanek & Maslin, Anna Szigethy, Horst Waigel, Anne Wölk und
Markus Wüste.
Balázs Kicsiny: "Leipzig, 18. April 1945" Das Missverständnis - Auf den Spuren von Robert Capa.
Balázs Kicsiny ist einer der bedeutendsten Vertreter zeitgenössischer mittel-osteuropäischer Kunst, dessen Werk auch im internationalen Kontext auf große Resonanz stößt. Ausstellungsorte sind bspw. Biennale in Venedig, Museum of Foreign Art Riga, Museum of London sowie New York..
Temporäre Amnesie. Budapest 1965-1971
Als zwanzigjähriger Fotograf verlässt Endre Kovács 1974 Ungarn – er dissidiert, wie man damals sagte, und lässt sich in der Schweiz nieder. Eine Weltenwende - ganze zwanzig Jahre später - kehrt er in seine Heimat zurück. In der Wohnung seiner Eltern herumstöbernd, wird er auf eine Kiste aufmerksam, in der sich nicht entwickelte Negative verbergen. Er entwickelt die Filme; was zum Vorschein kommt, deutet auf die Expositionszeit in den 60-er und 70-er Jahren hin.
Endre Kovács' Fotografien sind Bilder mit einer besonderen Intensität, an denen die in der Kiste eingeschlossene Zeit in voller Stärke, nicht nur in den Motiven allein, sondern auch am konkreten Material, ihren Abdruck hinterließ. Wieder an die Oberfläche gelangt, strahlen sie heute mit der zurück gewonnenen Kraft der Erinnerung.
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