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Hauptmotiv der Ausstellung "The Complete Metropolis" Maschinen-Maria (Brigitte Helm), Quelle: Cinémathèque française - Iconothèque
Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
Potsdamer Straße 2
10785 Berlin
Tel.: (030) 300 903-0
Fax: (030) 300 903-13
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag: 10–18 Uhr
Donnerstag: 10–20 Uhr
Montags geschlossen
Eintrittspreise
6 Euro regulär (Ständige Ausstellungen inkl. Sonderausstellungen)
4,50 Euro ermäßigt, Welcome-Card, Scheckheft, Gruppen ab 10 Personen
2 Euro Schüler
12 Euro Familienticket (2 Erwachsene mit Kindern)
6 Euro Kleines Familienticket (1 Erwachsener mit Kindern)
4 Euro nur Sonderausstellungen
3 Euro nur Sonderausstellungen, ermäßigt
Vor seiner Uraufführung 1927 in Berlin wurde Fritz Langs METROPOLIS als teuerster und
größter Film der Welt beworben. Zögerlich in nur einem Berliner Kino gestartet, wurde
der Film zu einem Misserfolg, der die finanzielle Krise der Ufa beförderte. In den
weltweiten Verleih ging eine um fast ein Drittel gekürzte und inhaltlich verstümmelte
Fassung. Erst in den 1970er Jahren gelangte METROPOLIS als epochales Meisterwerk
des deutschen Stummfilms zu Ruhm. Eine ganze Generation von Filmemachern sah in
ihm das Mutterschiff aller Science-Fiction-Filme. George Lucas formte den Roboter
C-3PO in seiner STAR-WARS-Saga (USA 1977) nach dem Beispiel der Maschinen-Maria.
Ridley Scott schuf in BLADE RUNNER (USA 1982) Gebäude nach den Vorlagen des
Filmklassikers, Pop-Stars wie Queen und Madonna zitierten METROPOLIS in ihren
Musik-Videos.
Die verloren gegangene Uraufführungsfassung des Films wurde erst im Jahr 2008 in
Buenos Aires wiederentdeckt. Zurzeit wird METROPOLIS von der Friedrich-Wilhelm-
Murnau-Stiftung gemeinsam mit Partnern rekonstruiert und restauriert und wird am
12. Februar 2010 in Berlin (60. Internationale Filmfestspiele Berlin) und in Frankfurt
uraufgeführt.
Anlass genug für das Museum für Film und Fernsehen, mit "The Complete METROPOLIS"
die Geschichte der künstlerischen Vision und der gigantischen Produktion des Films zu
erzählen. Die Ausstellung rückt die Schauplätze des Films ins Zentrum und entfaltet
entlang eines Parcours durch die Stadt Metropolis vielfältige Quellen und
Originalobjekte: Romanvorlage und Drehbuch, mehrere Hundert Werkfotos, Requisiten,
Arbeitsmaterialien, filmtechnische Geräte, Kostüm- und Szenenbildentwürfe,
Trickgemälde und die Noten der Filmmusik. Die Originalkostüme aus dem Film sind
nicht erhalten, jedoch wurden zwei der Kostüme eigens für die Ausstellung von dem
Kostümhaus Theaterkunst nachgeschneidert, das den Film in den 1920er Jahren
ausstattete. Darüber hinaus wird der aktuelle Restaurierungsprozess der verschollenen
Szenen veranschaulicht - von dem beschädigten 16mm-Filmmaterial bis hin zu den
überarbeiteten digitalen Bildern. Ein Audio-Guide liefert ergänzend Ausschnitte der
Filmmusik und Berichte von den Dreharbeiten.
Die Zusammenfassung der Exponate aus den umfangreichen Sammlungen der
Deutschen Kinemathek und der Cinémathèque française in Verbindung mit den
Filmausschnitten der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung ermöglicht ein neues und
tieferes Verständnis des Films.
Die Sonderausstellung "The Complete METROPOLIS" entsteht in Zusammenarbeit mit
der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und wird aus den Mitteln des
Hauptstadtkulturfonds ermöglicht.
Zur Ausstellung erscheint im Belleville-Verlag das Buch "Fritz Langs Metropolis",
herausgegeben von der Deutschen Kinemathek, mit Beiträgen zur Geschichte und
Bedeutung des Films, zur Überlieferung und Rekonstruktion der unterschiedlichen
Fassungen sowie zu der Wiederentdeckung der Premierenfassung. Mit umfangreichem
Bildteil, ca. 400 Seiten.
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